Kontakt Zum Seiteninhalt springen

Mai 2016 – Tipps zum Weltnichtrauchertag

Wieder einmal nehmen wir den Weltnichtrauchertag am 31. Mai zum Anlass, Ihnen einen Überblick über die möglichen Folgen des Rauchens auf die Mundgesundheit zu geben:

Denn auch, wenn auf vielen Zigarettenschachteln mittlerweile ein entsprechender Hinweis zu lesen ist: Patienten fragen sich oft, welche negativen Auswirkungen sich ganz konkret aus dem Rauchen ergeben können.

Zahnfleischentzündung und Parodontitis

Rauchen ist ein Risikofaktor für Zahnfleischentzündungen (Gingivitis) und die Entzündung des Zahnhalteapparates (Parodontitis). Weiterhin ist der Krankheitsverlauf der chronischen Parodontitis bei Rauchern meist schwerer und die Behandlung problematischer. Die Folgen einer fortgeschrittenen Parodontitis: Die Erkrankung schädigt den Kieferknochen und führt unbehandelt zu Zahnverlust.

Symptome bei Rauchern weniger auffällig

Wichtig ist die Tatsache, dass die Symptome einer Parodontitis bei Rauchern in frühen Erkrankungsstadien oft weniger auffällig sind als bei Nichtrauchern: Zahnfleischbluten wird seltener bemerkt – schleichende Entzündungs- und Schädigungsprozesse sind oftmals trotzdem bereits vorhanden!

Nicht zu vergessen sind außerdem die Zusammenhänge zwischen der Parodontitis und Herz-/Kreislauferkrankungen, Diabetes und Rheumatoider Arthritis. Einige wissenschaftliche Studien geben zudem Anlass zu der Annahme, dass die Parodontitis das Risiko einer Frühgeburt oder eines zu geringen Geburtsgewichtes erhöht.

Erhöhtes Risiko für Mundhöhlen- und Rachenkrebs

Auch das Risiko, an Mundhöhlen- und Rachenkrebs zu erkranken, ist bei Rauchern deutlich erhöht. In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 10.000, in Österreich ca. 700 Menschen an Tumoren in der Mundhöhle oder im Rachen. 95 Prozent davon sind Raucher. Tabakrauch enthält zahlreiche Substanzen, die krebserregend sind oder im Verdacht stehen, Krebs zu erzeugen. Ein Rauchstopp könnte viele Fälle von Mundhöhlen-, Rachen- und Speiseröhrenkrebs verhindern.

Zudem kann das Rauchen weitere Folgen haben:

  • Verminderter Geruchs- und Geschmackssinn
  • Vermehrte Zahnsteinbildung und damit ein erhöhtes Entzündungsrisiko des Zahnfleisches
  • Dunkle Verfärbungen der Zähne (schlechtere Zahnästhetik)
  • Zahnfleischrückgang, dadurch sehr lang wirkende Zähne und freiliegende, empfindliche Zahnhälse mit erhöhtem Kariesrisiko
  • Langsamere Wundheilung im Mund, weil die Tabakinhaltstoffe die körpereigene Immunabwehr schwächen
  • Die langsamere Wundheilung kann weiterhin zu einer verzögerten Einheilung von Implantaten führen.
  • Rauchen begünstigt außerdem das Entstehen von Entzündungen im Bereich von Implantaten („Periimplantitis“). Diese können zu einer geringeren Lebensdauer der Implantate führen.

Unser Mundgesundheits-Tipp für Raucher:

Nehmen Sie die regelmäßigen Vorsorgetermine in unserer Praxis wahr. Diese Kontrollen sind wichtig, um eventuelle erste Anzeichen von Erkrankungen zu erkennen und diese früh behandeln zu können. Wir nennen Ihnen gern die für Sie empfehlenswerten Zeitabstände für die Vorsorgetermine. Oder kurz: Schränken Sie den Nikotinkonsum stark ein oder verzichten Sie ganz darauf.

 

Zur nächsten Mai-News: Erst kontrollieren lassen, dann starten!